Was darf ins Altersvorsorgedepot?
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Das Altersvorsorgedepot ist eine coole Sache. Geld ansparen für die Zeit der Rente und der Staat gibt auch noch etwas dazu. Doch was darfst du als Sparer eigentlich im Altersvorsorgedepot besparen? Da hat der Gesetzgeber klare Vorgaben gemacht. Auch wenn du vielleicht bezüglich der Ausschlüsse etwas enttäuscht sein magst, geht es beim Altersvorsorgedepot doch um echte Altersvorsorge und nicht um plumpes Zocken.
Schauen wir also mal, was erlaubt ist:
- ETFs bis Risikoklasse (SRRI) 5
- Fonds bis Risikoklasse (SRRI) 5
- europäische Staatsanleihen
Und was ist nicht zulässig?
- Aktien
- ETFs und Fonds mit Risikoklasse 6 und 7
- Kryptowährungen
- Corporate Bonds
- nichteuropäische Staatsanleihen
- Derivate
Das klingt jetzt erst einmal richtig umfangreich, die Ausschlüsse betreffend. Schaut man aber mal was genau ausgeschlossen ist, sind das fast ausschließlich überdurchschnittlich risikobehaftete Anlagen. Stell dir vor, du könntest auch Aktien besparen im Altersvorsorgedepot und würdest alles in nur eine Aktie investieren. Und dann geht das Unternehmen bankrott. Schon wäre deine gesamte Altersvorsorge futsch. Die Beschränkungen sollen Risiken begrenzen, schließen Verluste jedoch nicht aus. Und falls du denkst: „Niemand würde doch bei der Altersvorsorge alles in nur eine Aktie investieren.“, dann frag mal manch einen Wirecard-Aktionär, der genau das getan hatte. Durch die Konzentration auf ETFs und Fonds erfolgt automatisch die Beschränkung auf breit gestreute Produkte. Dadurch minimierst du Risiken, hast aber dennoch die Möglichkeit attraktive Renditen zu erzielen.
Was sind Risikoklassen?
Wertpapiere sind in Risikoklassen einsortiert, die sich anhand der individuellen Volatilität bemessen. Es gibt 7 Risikoklassen (1-7). Je höher die Einstufung, desto volatiler und risikobehafteter ist das jeweilige Wertpapier.
ETFs auf den MSCI World sind der Risikoklasse 4 zugeordnet. Ein MSCI World-ETF wird also problemlos im Altersvorsorgedepot bespart werden können, ebenso beliebte ETFs wie die auf den FTSE All World oder den MSCI All Country World. Gehebelte ETFs oder Branchen- bzw. Themen-ETFs sind dagegen häufig in den Risikoklassen 6 oder 7 zu finden. Diese ETFs wirst du nicht im Altersvorsorgedepot handeln können.
Im Altersvorsorgedepot soll es nicht darum gehen, kurzfristig hohe Gewinne zu erzielen, sondern langfristig eine solide Altersvorsorge aufzubauen. Dazu bedarf es Wertpapiere, die eine breite Streuung ermöglichen, um lokale oder branchenbezogene Verlustphasen gut abfedern zu können. Deshalb hat der Gesetzgeber diese Beschränkung auf die Risikoklassen 1-5 eingeführt.
Möchtest du Wertpapiere wie Aktien, Derivate oder ETFs höherer Risikoklassen besparen, kannst du das natürlich ganz normal in deinem SMARTBROKER+ Depot, nur den Weg in dein Altersvorsorgedepot können diese Papiere nicht finden.
Disclaimer
Ausdrücklich weist die Smartbroker AG darauf hin, dass ein Investment in Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente im Sinne des WpHG grundsätzlich mit erheblichen Chancen und Risiken (Preis-, Markt-, Währungs-, Volatilitäts-, Bonitäts- und sonstigen Risiken) verbunden ist und ein Totalverlust des investierten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Die Smartbroker AG empfiehlt deshalb jedem Leser und jeder Leserin sich vor einer Anlageentscheidung intensiv mit den Chancen und allen Risiken auseinander zu setzen und sich umfassend zu informieren. Sämtliche verwendeten Wertentwicklungsangaben, sei es für die Vergangenheit oder im Sinne einer Prognose bzw. Einschätzung sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse bzw. Wertentwicklungen. Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Alle Informationen sind sorgfältig zusammengetragen, haben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind unverbindlich sowie ohne Gewähr. Des Weiteren dient die Bereitstellung der Information nicht als Rechtsberatung, Steuerberatung oder wertpapierbezogene Beratung und ersetzt diese nicht. Eine an den persönlichen Verhältnissen des Kunden ausgerichtete Anlageempfehlung, insbesondere in der Form einer individuellen Anlageberatung, der individuellen steuerlichen Situation und unter Einbeziehung allgemeiner sowie objektspezifischer Grundlagen, Chancen und Risiken, erfolgt ausdrücklich nicht.