Steuerfreie Dividenden? Das musst du dabei beachten!
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Steuerfreie Dividenden? Das musst du dabei beachten!
Schütten Unternehmen oder ETFs Dividenden aus, müssen diese versteuert werden. Wenn ein Freistellungsauftrag vorhanden und noch nicht ausgeschöpft ist, wird erst auf den zurückgegriffen, ansonsten halt die Steuer einbehalten und an das jeweilige Finanzamt abgeführt.
So weit die Theorie und zumeist auch Praxis. Es gibt allerdings auch Ausnahmen von dieser Regel.
Zahlt das Unternehmen die Dividende nicht aus dem Gewinn, sondern aus dem steuerlichen Einlagekonto, also dem Eigenkapital, kommt es bei der Auszahlung der Dividende nicht zum Steuerabzug. Das ist unabhängig davon, ob ein Freistellungsauftrag besteht oder nicht.
Aber wirklich steuerfrei ist diese Ausschüttung natürlich nicht. Die Dividenden werden bei einem Verkauf der betreffenden Aktien kaufpreismindernd angerechnet. Das bedeutet, dass du nicht die Differenz zwischen deinem eigentlichen Kaufpreis und dem Verkaufspreis versteuern musst, sondern dass von deinem Kaufpreis die Dividenden entsprechend abgezogen werden. Damit erhöht sich der Gewinn, der dann entsprechend zu versteuern ist. Letztlich ergibt sich daraus lediglich eine Steuerstundung. Je länger du die Papiere behältst, desto mehr Dividenden bekommst du brutto ausgezahlt, die du dann wieder investieren kannst.
Welche Firmen zahlen solche steuerfreien Dividenden aus?
Die Zahl der Firmen in Deutschland, die ihre Dividenden aus dem Einlagekonto bezahlen schwankt. Manche machen das schon sehr lange, andere erst seit kurzem und manche sind davon auch wieder abgekommen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Es sind aber noch um die 20-25 Firmen, die diese Art der Dividendenausschüttung vornehmen. Darunter sind Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Freenet, Jenoptik, Renk oder Vonovia.
Echte steuerfreie Dividenden gibt es daher nicht. Wenn du die Papiere vor 2009 gekauft hast gibt es einen Bestandsschutz, sodass Verkäufe solcher Wertpapiere steuerfrei sind. Die Dividenden müssen aber schon versteuert werden, wenn auch vielleicht erst beim Verkauf, sofern sie in diese Sonderkategorie fallen.
Letztlich sollte für dich aber gelten: Mach deine Investitionen nicht davon abhängig, auf welche Art Dividenden ausgeschüttet werden, sondern davon was gut in dein persönliches Konzept passt und womit du ruhig schlafen kannst.
Disclaimer
Ausdrücklich weist die Smartbroker AG darauf hin, dass ein Investment in Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente im Sinne des WpHG grundsätzlich mit erheblichen Chancen und Risiken (Preis-, Markt-, Währungs-, Volatilitäts-, Bonitäts- und sonstigen Risiken) verbunden ist und ein Totalverlust des investierten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Die Smartbroker AG empfiehlt deshalb jedem Leser und jeder Leserin sich vor einer Anlageentscheidung intensiv mit den Chancen und allen Risiken auseinander zu setzen und sich umfassend zu informieren. Sämtliche verwendeten Wertentwicklungsangaben, sei es für die Vergangenheit oder im Sinne einer Prognose bzw. Einschätzung sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse bzw. Wertentwicklungen. Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Alle Informationen sind sorgfältig zusammengetragen, haben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind unverbindlich sowie ohne Gewähr. Des Weiteren dient die Bereitstellung der Information nicht als Rechtsberatung, Steuerberatung oder wertpapierbezogene Beratung und ersetzt diese nicht. Eine an den persönlichen Verhältnissen des Kunden ausgerichtete Anlageempfehlung, insbesondere in der Form einer individuellen Anlageberatung, der individuellen steuerlichen Situation und unter Einbeziehung allgemeiner sowie objektspezifischer Grundlagen, Chancen und Risiken, erfolgt ausdrücklich nicht.