Schriftzug: SpaceX-IPO: Größter Börsengang der Geschichte

SpaceX-IPO 2026: Termin, Bewertung & Risiken im Überblick

05. Juni 2026

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SpaceX geht am 12. Juni 2026 an die Nasdaq – unter dem Kürzel SPCX und zu einer Rekordbewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar. Erstmals dürfen auch deutsche Privatanleger mitzeichnen. Wir klären Termin, Ausgabepreis, Bewertung und Risiken. Sachlich und mit beiden Beinen auf dem Boden – auch wenn es ums Weltall geht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Termin: Preisfestsetzung am 11. Juni 2026, erster Handelstag am 12. Juni 2026 an der Nasdaq (Ticker: SPCX).
  • Größe: Ausgabepreis 135 US-Dollar je Aktie, Emissionsvolumen rund 75 Milliarden US-Dollar, Bewertung circa 1,75 Billionen US-Dollar – der größte Börsengang aller Zeiten, noch vor Saudi Aramco (2019).
  • Zugang: Mehrere Broker (u. a. Trade Republic, Degiro, Revolut) bieten die Zeichnung an. Eine Zuteilung ist aber nicht garantiert. Ab dem 12. Juni ist SPCX wie jede US-Aktie über gängige Broker handelbar – auch über SMARTBROKER+.
  • Streitpunkt Bewertung: Das Analysehaus Morningstar hält SpaceX für deutlich überbewertet und sieht einen fairen Wert von rund 780 Milliarden US-Dollar – fast die Hälfte unter dem IPO-Ziel. SpaceX schreibt auf Konzernebene noch Verluste.
  • Unser Ansatz: Kein heißer Tipp, sondern Fakten, mehrere Perspektiven und die richtigen Fragen – damit du selbst entscheiden kannst.

Es gibt Börsengänge – und es gibt Momente, bei denen die ganze Finanzwelt kurz den Atem anhält. Der Börsengang von SpaceX gehört zur zweiten Sorte. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk wagt den Sprung aufs Parkett, und erstmals sollst auch du als Privatanleger in Deutschland von Anfang an dabei sein können. Klingt nach der Chance, ein Stück Zukunft zu kaufen – nach Raketen, Starlink und Mars. Genau hier lohnt sich der zweite, ruhige Blick. Denn die wichtigste Frage geht im Jubel oft unter: Was bekommst du da eigentlich – und zu welchem Preis?

Wann geht SpaceX an die Börse? Der Fahrplan zum IPO

Der Zeitplan ist eng getaktet und wurde zuletzt sogar nach vorne gezogen, weil die US-Börsenaufsicht SEC schneller prüfte als erwartet. Die institutionelle Roadshow läuft, der Ausgabepreis soll am 11. Juni 2026 final festgelegt werden, der erste Handelstag ist für den 12. Juni 2026 geplant. Gehandelt wird an der Nasdaq unter dem Ticker SPCX. Begleitet wird der Mega-Deal (intern Project Apex genannt) von einem Konsortium aus rund 21 Banken, angeführt unter anderem von Goldman Sachs und Morgan Stanley. Wichtig: Solange die finale Preisfestsetzung nicht erfolgt ist, sind alle Zahlen vorläufig. Ein IPO kann sich verschieben oder anders ausfallen.

Wie hoch ist die SpaceX-Bewertung – und warum sorgt sie für Schlagzeilen?

SpaceX strebt einen Ausgabepreis von 135 US-Dollar je Aktie an und will rund 555,6 Millionen Aktien ausgeben. Daraus ergibt sich ein Emissionsvolumen von etwa 75 Milliarden US-Dollar und eine Gesamtbewertung von rund 1,75 bis 1,77 Billionen US-Dollar. Damit würde SpaceX den bisherigen Rekord-Börsengang von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 übertreffen und auf Anhieb zu den wertvollsten Konzernen der Welt zählen. Diese Dimension ist der eigentliche Grund für die Aufregung – und zugleich der Kern der Kritik.

Können deutsche Privatanleger beim SpaceX-IPO mitzeichnen?

Normalerweise stehst du bei US-Börsengängen ganz hinten in der Schlange. IPOs laufen über Investmentbanken und Brokernetzwerke, und die besten Plätze sind traditionell institutionellen Investoren vorbehalten. Für deutsche Privatleute hieß das bisher fast immer: zuschauen und erst nach dem ersten Handelstag kaufen.

Beim SpaceX-IPO ist das anders: Mehrere in Deutschland verfügbare Broker – darunter Trade Republic, die Flatex-Marke Degiro und Revolut – haben angekündigt, als Vertriebspartner für Privatanleger bestätigt worden zu sein. Die Zeichnung soll direkt in der jeweiligen App möglich sein. Dass gleich mehrere Anbieter denselben Zugang bewerben, zeigt: Es ist kein exklusiver Geheimtipp eines einzelnen Hauses, sondern eine breitere Öffnung des Marktes. Eine erfreuliche Entwicklung – die aber einen Haken hat.

Warum eine Zeichnung nicht gleich Aktien bedeutet

Zeichnen können und tatsächlich Aktien bekommen sind zwei verschiedene Dinge. Zwar ist eine ungewöhnlich hohe Privatanleger-Tranche von bis zu 30 Prozent der angebotenen Aktien vorgesehen. Doch der frei handelbare Anteil am Gesamtunternehmen (der Free Float) ist mit Schätzungen um die fünf Prozent klein. Und bei einem derart gefragten Namen gilt eine massive Überzeichnung als wahrscheinlich – also weit mehr Nachfrage als verfügbare Aktien.

Im Klartext: Deine Zuteilung hängt von der Nachfrage während der Zeichnungsfrist ab. Es kann gut sein, dass du am Ende deutlich weniger Stücke erhältst, als du wolltest. Wer mit großen Erwartungen reingeht, sollte diese Unsicherheit von Anfang an einkalkulieren.

Ist SpaceX überbewertet? Das sagen die Kritiker

So beeindruckend die Vision, so umstritten ist der Preis. Das Analysehaus Morningstar hat die Bewertung kurz vor dem IPO als deutlich zu hoch eingestuft: Auf Basis seiner Cashflow-Modelle kommt es auf einen fairen Wert von rund 780 Milliarden US-Dollar – fast die Hälfte unter dem IPO-Ziel. Analyst Nicolas Owens hält das Unternehmen für erheblich überbewertet und rechnet damit, dass sich nach dem Börsengang günstigere Einstiegsgelegenheiten ergeben könnten. Das ist eine Einschätzung von Morningstar. Andere Häuser sehen es optimistischer.

Hinzu kommt: SpaceX schreibt auf Konzernebene noch rote Zahlen. Berichten zufolge lag der Nettoverlust im ersten Quartal 2026 bei rund 4,3 Milliarden US-Dollar. Gemessen am Jahresumsatz ruft der IPO ein extrem hohes Vielfaches auf. Schätzungen reichen vom rund 90- bis über 100-Fachen. Bekannte Skeptiker wie Investor Michael Burry vergleichen die aktuelle Welle großer Tech- und KI-Börsengänge sogar mit dem Dotcom-Boom um das Jahr 2000. Auch das gehört zur ehrlichen Bestandsaufnahme.

Was für SpaceX spricht

Fair ist fair. Die Faszination hat handfeste Gründe. SpaceX hat die Kosten für den Zugang zum Weltall über zwei Jahrzehnte um mehr als 95 Prozent gesenkt und befördert heute den Großteil aller Nutzlasten, die weltweit in die Umlaufbahn gebracht werden. Das Satelliten-Internet Starlink ist 2025 kräftig gewachsen und gilt als das eigentliche Ertragspferd. Dazu kommen Fantasien rund um Verteidigung, globale Konnektivität, künstliche Intelligenz und langfristig sogar Rechenzentren im Orbit. Wer SPCX zum Ausgabepreis kauft, kauft also nicht nur ein laufendes Geschäft, sondern vor allem eine Zukunftsvision. Das kann sich auszahlen – oder bedeuten, dass schon viel Optimismus im Preis steckt.

SpaceX-Aktie kaufen: Wie du klug an so einen IPO herangehst

Wir bei SMARTBROKER+ glauben: Eine gute Entscheidung ist eine informierte Entscheidung – egal, ob sie am Ende ja, nein oder später lautet. Statt dir zu sagen, was du tun sollst, geben wir dir die Fragen an die Hand, mit denen erfahrene Anleger an so ein Investment herangehen:

  • Verstehst du, was du kaufst? Wenn du Geschäftsmodell, Bewertung und Risiken nicht in eigenen Worten erklären könntest, ist das ein Signal, noch eine Runde zu recherchieren.
  • Wie viel verträgst du? Frisch gelistete Aktien schwanken oft heftig. Eine alte Faustregel: Investiere nur Geld, dessen zeitweisen oder vollständigen Verlust du verkraften kannst.
  • Brauchst du den ersten Tag? Du musst nicht zum Ausgabepreis dabei sein. Ab dem 12. Juni lässt sich SPCX wie jede andere Nasdaq-Aktie in Ruhe über deinen Broker handeln – auch über SMARTBROKER+ mit Zugang zu Handelsplätzen von Zürich bis New York.
  • Setzt du alles auf eine Karte? Wer das Thema Weltraum spannend findet, aber das Einzelwert-Risiko scheut, schaut sich oft breiter gestreute Wege an – etwa Fonds oder ETFs mit Bezug zur Raumfahrtbranche. Was für dich passt, hängt allein von deinen Zielen ab.

Keine dieser Fragen sagt dir, ob SpaceX eine gute oder schlechte Investition ist. Das kann dir niemand seriös pauschal beantworten. Aber sie helfen dir, vom Hype-Modus in den Entscheider-Modus zu wechseln. Und das ist der Unterschied zwischen Mitzocken und Investieren.

Fazit: Faszination mit Beipackzettel

Der SpaceX-IPO ist ein historisches Ereignis – und ein gutes Beispiel dafür, dass die spannendste Schlagzeile nicht automatisch das beste Investment ist. Die Öffnung solcher Börsengänge für Privatanleger ist grundsätzlich erfreulich, verlangt aber mehr Eigenverantwortung: Die kleine, ungewisse Zuteilung, die ambitionierte Bewertung und die kritischen Analystenstimmen gehören genauso zur Wahrheit wie die Raketen und die Mars-Träume. Wir liefern dir bewusst keinen heißen Tipp, sondern Fakten, mehrere Perspektiven und die richtigen Fragen. Deine finanzielle Zukunft gestaltest du selbst. Wir geben dir die Plattform und das Wissen dazu.

Weiterlesen: Der IPO verändert auch passive Depots. Warum SpaceX bald automatisch in deinem Nasdaq-100- oder MSCI-World-ETF landen könnte, liest du in „SpaceX im ETF: Was der größte Börsengang der Welt für deinen Sparplan bedeutet“.

Häufige Fragen zum SpaceX-IPO (FAQ)

Wann ist der SpaceX-Börsengang? Der erste Handelstag ist für den 12. Juni 2026 an der Nasdaq geplant (Ticker: SPCX), die finale Preisfestsetzung für den 11. Juni 2026. Die Termine beruhen auf Berichten und sind nicht in Stein gemeißelt.

Wie hoch ist der Ausgabepreis von SpaceX? SpaceX strebt 135 US-Dollar je Aktie an. Bei rund 555,6 Millionen Aktien ergibt das ein Volumen von etwa 75 Milliarden US-Dollar und eine Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar.

Können deutsche Privatanleger beim SpaceX-IPO teilnehmen? Einige Broker (u. a. Trade Republic, Degiro und Revolut) bieten die Zeichnung an. Eine Zuteilung ist jedoch nicht garantiert, da der Free Float klein und die Nachfrage hoch ist. Ab dem ersten Handelstag lässt sich SPCX über jeden Broker mit US-Aktien-Zugang handeln – auch über SMARTBROKER+.

Ist die SpaceX-Aktie überbewertet? Das Analysehaus Morningstar sieht einen fairen Wert von rund 780 Milliarden US-Dollar – fast die Hälfte unter dem IPO-Ziel – und stuft SpaceX als überbewertet ein. Andere Häuser sind optimistischer. Eine pauschale Antwort gibt es nicht; entscheidend sind deine eigene Einschätzung und dein Risikoprofil.

Wie kann ich nach dem IPO in SpaceX investieren? Ab dem 12. Juni 2026 ist SPCX eine reguläre Nasdaq-Aktie und über gängige Broker handelbar. Wer breiter streuen möchte, schaut sich häufig Fonds oder ETFs mit Bezug zur Raumfahrtbranche an. Dies ist keine Empfehlung, sondern eine Einordnung der Möglichkeiten.

Disclaimer

Ausdrücklich weist die Smartbroker AG darauf hin, dass ein Investment in Wertpapiere und sonstige Finanzinstrumente im Sinne des WpHG grundsätzlich mit erheblichen Chancen und Risiken (Preis-, Markt-, Währungs-, Volatilitäts-, Bonitäts- und sonstigen Risiken) verbunden ist und ein Totalverlust des investierten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Die Smartbroker AG empfiehlt deshalb jedem Leser und jeder Leserin sich vor einer Anlageentscheidung intensiv mit den Chancen und allen Risiken auseinander zu setzen und sich umfassend zu informieren. Sämtliche verwendeten Wertentwicklungsangaben, sei es für die Vergangenheit oder im Sinne einer Prognose bzw. Einschätzung sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse bzw. Wertentwicklungen. Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Alle Informationen sind sorgfältig zusammengetragen, haben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind unverbindlich sowie ohne Gewähr. Des Weiteren dient die Bereitstellung der Information nicht als Rechtsberatung, Steuerberatung oder wertpapierbezogene Beratung und ersetzt diese nicht. Eine an den persönlichen Verhältnissen des Kunden ausgerichtete Anlageempfehlung, insbesondere in der Form einer individuellen Anlageberatung, der individuellen steuerlichen Situation und unter Einbeziehung allgemeiner sowie objektspezifischer Grundlagen, Chancen und Risiken, erfolgt ausdrücklich nicht.